(Leserbrief Lokalzeitung RigiPost)

Die zwei Bereiche der Wirtschaft, die heute am meisten reguliert sind, ist erstens das Bankenwesen und zweitens das Gesundheitswesen. Gerade in diesen Bereichen kommen die bekanntesten Fälle von “Abzocken” vor, einmal in der Person von Marcel Ospel und zum zweiten in der Person von Daniel Vasella. Ich gönne beiden ihre Bezüge, da sie meines Wissens rechtmässig zustande gekommen sind. Es ist nicht an mir, sie moralisch zu werten.

Offensichtlich haben die Aktionäre, die schlussendlich als Eigentümer der Firmen dafür verantwortlich sind, nichts dagegen unternommen.

Minder oder Gegenvorschlag ist schon beinahe die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Als Liberaler will ich nicht mehr Regeln für alle, sondern weniger.

Im Zusammenhang der sog. Finanzkrise hört man oft das Votum, dass die Märkte versagt haben. Wo ist in der Gesundheitsbranche und in der Bankenbranche der Markt? Ich sehe nur eine ungesunde Verquickung von Politik und Wirtschaft. Wir haben da keinen freien Markt, sondern einen Korporatismus: Grosse Firmen verschaffen sich zusammen mit der Politik über Lobbyarbeit Vorteile, um den Markteintritt für kleine Firmen möglichst zu behindern, da nur grosse Firmen all die bürokratischen Hürden meistern können.

Mit noch mehr Vorschriften lösen wir das Problem nicht.

Die Fronten links/rechts und arm/reich gelten hier nicht. Die Front ist Zwang/Freiheit.

Bei immer steigenden Krankenkassenprämien sollten wir uns überlegen, ob es nicht zielführender wäre, im Gesundheitswesen einen wirklich freien Markt anzustreben und auch im Bankenwesen sollten wir mehr Markt wagen und die Eintrittshürden für kleine Banken tiefer setzen, damit auch im Bankenwesen wieder mehr Kundennähe möglich wird. Erschwerend im Bankenwesen kommt natürlich hinzu, dass das heutige Geldsystem mit ihren Nationalbanken dafür sorgt, dass oben immer mehr Geld für die Zockerei ankommt und der Mittelstand durch künftige Inflation enteignet wird.

Roland Baader hat schon vor Jahren auf ein Grundproblem hingewiesen: “40% wünschen ein linke Politik, 40% eine Mitte-Politik und 20% eine rechte Politik. Praktisch niemand will die RICHTIGE Politik, nämlich KEINE Politik.” Auch Ronald Reagan hat ähnliches bei seiner Antrittsrede gesagt: “Politik löst keine Probleme, sie IST das Problem.

Seien wir visionär und verzichten wir auf den menschlich verständlichen Impuls “es den Abzockern zu zeigen” und verwerfen wir die Minderinitiative am 3. März 2013 und hoffen gar auf ein Referendum zum Gegenvorschlag.

Von dannen

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