“Libertarismus ist die radikale Ansicht, dass andere Menschen nicht Dein Eigentum sind.”

Eingebettet in Naturgesetze sind wir freie Menschen. Andere Menschen oder Institutionen wie der Staat können uns diese Freiheit nehmen und tun es auch. Als Anhänger einer Philosophie des “Nicht-Agressionsprinzips” wehren wir uns entschieden gegen solche Einschränkungen und verlangen, dass alle Interaktionen auf Freiwilligkeit basieren.

Niemand soll mittels (Androhung von) Gewalt zu etwas gezwungen werden, was er nicht freiwillig möchte.

Übersetzt auf unsere Gesellschaft hier in der Schweiz heisst das, dass wir keine Steuern mehr zahlen, da es sich dabei in letzter Konsequenz um Raub handelt. Mit diesen geraubten Geldern werden Dinge finanziert, über die wir nicht selber bestimmen können.

Der Begriff Steuern soll hier weiter gefasst werden als nur die Einkommensteuer. Als Steuern gelten alle Zwangsabgaben, über deren Zahlung wir nicht selber entscheiden können und für die wir nicht eine von uns gewählte Gegenleistung erhalten.

Hier eine nicht erschöpfende Auflistung solcher Zwangsabgaben:

Gemeinde-, Bezirks-, Kantons- und direkte Bundessteuer (27.8% der Bundeseinnahmen 2011 von insgesamt 64 Mia.)
AHV
BVG
Obligatorische Krankenkasse
Arbeitslosen-”Versicherung”
Billag des Schweizer Radio und Fernsehen
CO2-Steuer auf Heizöl
Mehrwertsteuer (33.7% der Bundeseinnahmen 2011)
Verrechnungssteuer (7.6%)
Tabaksteuer (3.4% = 2.2 Mia.)
Mineralölsteuer als Bestandteil des Benzinpreises – diese kommt zu 50% dem ÖV zugute (7.8%)
Kirchensteuer für Firmen (als Einzelperson kann man sich dieser entziehen, indem man aus der Kirche austritt)

Alle Aufgaben, die heute ein Staat meint, erfüllen zu müssen, sollen von denen finanziert werden, die diese Aufgaben erledigt haben wollen.

Am ehesten liesse sich noch eine Gemeindesteuer rechtfertigen. Aber leider wird auch eine Gemeinde von oben herab mit Aufgaben konfrontiert, die sich der direkten Zustimmung entziehen.

Es wird überhaupt nicht bestritten, dass es sinnvoll ist für das Alter vorzusorgen oder eine Krankenversicherung abzuschliessen. Aber gerade im Gesundheitswesen würde nur ein freier Markt für fallende Preise sorgen. Seit der Einführung des Krankenkassenobligatoriums sind die Preise nur noch am Steigen.

Leider gibt es keine demokratische Lösung für das Grundproblem des Zwangs, sondern nur die Weigerung von möglichst vielen Leuten, das Spiel weiterhin zu spielen. Im Endeffekt ist die Demokratie die Herrschaft der Mehrheit über alle und Herrschaft über andere Leute lehnen wir im Grundsatz ab. Bei uns in der Schweiz handelt es sich um eine milde Form der Sklaverei.

Das Grundübel ist dasselbe wie bei vielen Religionen: “Was du glaubst ist nicht das Problem, sondern was du glaubst, ICH müsse glauben.”

In einer Gesellschaft wie wir sie uns vorstellen, darf jedermann sich so organisieren wie er möchte. Wenn sich eine Gemeinschaft kommunistisch organisieren will, stellt das erst dann ein Problem dar, wenn Dritte dazu gezwungen werden, mitzumachen.

Wie bei einer Schwangerschaft gibt es nicht den Zustand von Freiheitsgraden, sondern man ist frei oder eben nicht.

Ein Recht, welches ich selber nicht habe, kann ich nicht an einen Staat delegieren. Ich habe kein persönliches Recht, andere Leute zu bestehlen um meine Ziele zu verwirklichen, sondern bin auf freiwillige Kooperation angewiesen.

Auch eine freiwillige Gesellschaft kennt Konflikte, die es zu lösen gilt. Wenn wir aber die Gewalt aus der Gesellschaft entfernen, welche heute die Basis darstellt, sind wir auf dem Weg in eine friedlichere Welt.