Corona: Was jetzt zu tun ist


(Weltwoche)

Die Impfung verringert das Risiko einer Covid-19-Erkrankung erheblich. Zudem ist das menschliche Immunsystem zu mehr fähig, als viele denken.

Beda Stadler

Eigentlich sollten wir jetzt alle etwas relaxen. Bislang ist noch jede Geissel der Menschheit, gegen die eine Impfung entwickelt wurde, besiegt worden. Etwa die Pocken, die sogar ausgerottet wurden, oder andere Infektionskrankheiten, die wegen der Impfung extrem selten geworden sind. So haben Junge heute keine Freunde mehr, die wegen der Kinderlähmung ihr Leben lang behindert sind. Die Impfung gilt also mit Recht als einer der grössten medizinischen Erfolge des 20. Jahrhunderts.

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Staatswachstum, Zentralismus und «Crony Capitalism»

Von Robert Nef

Trotz meiner persönlichen Vorliebe für «small is beautiful» und «mehr Freiheit für alle», teile ich den von Prof. Tobias Straumann in seinem NZZ-Interview vom 12. August geäusserten Pessimismus bezüglich Staatswachstum und Zentralismus. Der weltweite Trend geht zurzeit auf «Gross, immer grösser» – leider. Die dahinterstehende Triebkraft sind fünf Phänomene, die man die «Big Fives» nennen könnte: Big government, big business, big money, big education/research/information und big data. Sie sind komplex miteinander vernetzt, und man kann die Schuld an dieser verhängnisvollen Verknüpfung nicht allein der Politik, bzw. dem «big government» zuschieben. Der Drang zur Grösse ergibt sich aus der Kombination von wechselseitigen Reaktionen. Trotzdem lohnt es sich, im Hinblick auf einen möglichen «geordneten Rückzug aus überdimensionierten Fehlstrukturen» oder im Hinblick auf einen Crash über mögliche Kausalitäten innerhalb dieser vielfältigen und labilen Interdependenz nachzudenken.

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Sozialismus braucht Zwang


(Nebelspalter)

In sozialistischen Staaten und auch in anderen totalitären kollektivistischen Systemen ist Kapitalismus im Sinn von Freihandel und eigennützigem Gewinnstreben nicht zugelassen – oder nur sehr dosiert.

von Robert Nef

Der wichtigste Unterschied zwischen Sozialismus und Kapitalismus besteht darin, dass man in einer kapitalistischen Ordnung sehr wohl freiwillig andere, nicht kapitalistische Ziele verfolgen kann. Nach freier Wahl können sich alle solidarisch verhalten und sich in den Dienst anderer stellen – auch unentgeltlich.

Im Sozialismus wird Solidarität hingegen zwangsweise verordnet, wobei Sozialdemokraten bereit sind, Zwangssolidaritäten erst dann allgemeinverbindlich zu etablieren, wenn eine Mehrheit (meist eine Mehrheit von Begünstigten) zugestimmt hat. Das unterscheidet sie von den doktrinären Sozialisten, bei denen die Freiheit Andersdenkender keine Priorität hat, weil sie definitiv «wissen, was für alle gut ist».

In einer offenen, auf Kapitalismus basierenden Gesellschaft, steht es jedoch allen frei, einer Genossenschaft beizutreten, in der alles einvernehmlich geteilt wird. Niemand ist gezwungen, den Gelderwerb als oberstes Ziel zu verfolgen, und man kann sich für ein asketisches Leben entscheiden, sofern man dem Gemeinwesen nicht zur Last fällt.

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