Arena 21.10.2016: Ist die Schweiz ein christliches Land?

Eine völlig falsche Frage. Die Frage müsste lauten: Ist die freiheitliche Schweiz bedroht durch autoritäre und kollektivistische Systeme angefangen bei der EU bis zum radikalen Islam? Was tun gegen die Bedrohungen gegenüber dem Individuum? Und: Was sind denn eigentlich christliche Werte? Schon Wikipedia hat Schwierigkeiten, diesen Begriff eindeutig zu definieren. Natürlich gibt es bei uns “christliche” Traditionen, die durchaus auch heute noch ihre Berechtigung haben. Auch das Christentum beinhaltet Werte wie Individualität und Freiwilligkeit. Ein Glaubensabfall wird nicht mit dem Tode bedroht wie anderswo. Das Christentum, obwohl traditionell anderer Meinung, musste die Realität von Homosexualität und ein Recht der Frau auf Abtreibung akzeptieren.

Segnung des NEAT-Tunnels

Am Dienstag, den 17. April 2016, wurde ich von der Neuen Luzerner Zeitung um ein Statement zur Segnung des NEAT-Tunnels angefragt und am Mittwoch gab’s das Ergebnis davon als Artikel in der gedruckten Zeitung.

Leider wurde “aus Platzgründen” mein von mir autorisiertes Statement gekürzt.

Mein “abgesegnetes” Original-Statement:

Daniel Annen ist konfessionslos und Präsident der Freidenker Zentralschweiz, einer Vereinigung, die sich unter anderem für die Trennung von Kirche und Staat einsetzt. Er sagt: “Die Tunnelsegnung ist problematisch. Da wird in Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen erklärt, dass Gottes Segen für den Tunnel wichtig sein soll.” Dabei sei es ausschliesslich wichtig, den Ingenieuren und Arbeitern zu danken. Dass bei der Segnung des Neat-Tunnels ein Imam mitwirke, nicht aber ein Protestant, ist für Annen schwer nachvollziehbar. Wenn die Segnung schon einen historisch-kulturellen Hintergrund habe, “gehören nur Katholiken, Protestanten und Juden dazu”.

PDF des Artikels:
Segnung