Ein Kollege meinte kürzlich, der Unterschied zwischen dem Westen und China bestehe darin, dass wir hier im Westen zwar Meinungsfreiheit haben, aber keine Handlungsfreiheit. In China werde beispielsweise in öffentlichen Lokalen geraucht, aber niemand spreche darüber, dass es offiziell nicht erlaubt sei. Eine Meinungsfreiheit besteht nicht, aber viele handeln entsprechend ihren Überzeugungen.

Was nützt die Meinungsfreiheit, wenn ich nicht entsprechend handeln kann oder handle? Wir beschweren uns darüber, dass wir vom Staat abgezockt werden und äussern uns demensprechend in sozialen Netzen und Blogs. Wer aber handelt danach und weigert sich, Steuern und Abgaben zu zahlen?

Das viel zitierte Volk ist in der Überzahl gegenüber den Räubern und Mördern. Wir ängstigen uns jedoch nicht primär vor den Behörden, sondern vor unseren Mitsklaven. Sie sorgen zu einem grossen Teil dafür, dass nicht mehr Leute rebellieren und die Konsequenzen aus ihren Überzeugungen ziehen. Das System der Unterdrückung und der Gewalt funktioniert tadellos.

Was muss geschehen bis eine nicht mehr zu vernachlässigende Menge an Leuten sagen, jetzt ist es genug, wir machen nicht mehr mit, wir tragen das unmoralische Handeln nicht mehr weiter mit?

Akif Pirinçci hat in seinem Buch „Deutschland von Sinnen“ ausgerechnet, dass es nur eine kleine Anzahl von Firmen bräuchte, die ihre Abgaben an den Staat zurückhielten, bis das System innert kürzester Zeit zusammenbrechen würde und so endlich eine freiheitliche Gesellschaft basierend auf Freiwilligkeit entstehen könnte.

Was ist konkret zu tun? Wie schaffen wir es, dass wir das universelle Prinzip der Nichtagression höher bewerten als unseren persönlichen kurzfristigen Vorteil?

Wovor ängstigen wir uns?

Die Moral ist auf unserer Seite, obwohl uns unsere vermeintlichen Herrscher und Mitmenschen dauernd vom Gegenteil überzeugen wollen, indem sie von Konzepten wie der sozialen Gerechtigkeit faseln.

Gerechtigkeit für alle ist nur möglich, wenn alle Menschen gleich behandelt werden und nicht einige Exponenten meinen, für sie gelten andere Regeln und Normen.

Wenn ich als Staat die Parole „Don’t steal, don’t kill“ herausgebe, sollte ich mich nicht davon ausnehmen und andere mittels Steuern und Abgaben berauben und Soldaten in Kriege schicken, die nicht ausschliesslich der Verteidigung nach einem Angriff dienen.

Das Zwangsgebilde Staat hat abgewirtschaftet und wir brauchen neue Ideen für das gesellschaftliche Zusammenleben auf diesem Planeten am Rande des Universums.

Das 21. Jahrhundert gemäss unserer etablierten Zeitrechnung soll ein freiheitliches werden.

Der Staat ist „old technology“.

Fangen wir mutig an, die Halluzination „Staat“ aus unserem Denken zu verbannen!

Die Freiheit beginnt im eigenen Kopf.

Von dannen

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