… so brauche ich Gewalt. Diesen Satz werden die meisten kennen. Er stammt aus der Ballade Erlkönig von Goethe. So wie der frühere Terrorist Nelson Mandela schlussendlich der Gewalt abgeschworen hat, sollten wir als Gesellschaft dasselbe tun und unsere Mitmenschen nicht mit Gewalt zur Finanzierung von Dingen zwingen, die sie vielleicht gar nicht wollen.

Wir werden zur Weihnachtszeit sicher wieder viele Aufrufe zum Frieden auf dieser Welt hören und übersehen dabei, dass Gewalt auch alltäglich vor unserer Haustüre stattfindet. Natürlich ist es keine offene Gewalt, denn sie ist gut getarnt und versteckt sich hinter Fiktionen wie dem Gemeinwohl, durchzusetzen mit der Mehrheitsdiktatur namens Demokratie oder dem Versuch Steuern als etwas anderes darzustellen als erpresserischer Raub. Die Kollektivisten in unserer Gesellschaft wollen weiterhin die Individuen nötigen, Zeit und Geld für Ziele aufzubringen, die sich doch am besten auf freiwilliger Basis realisieren liessen.

Dass die Aufgaben, die der Staat meint wahrnehmen zu müssen, Geld kosten, ist wohl unbestritten. Nur wenn er diese Gelder von seinen Mitgliedern erpresst, handelt er nicht moralisch und ist somit auch kein Vorbild für moralisches Handeln, kann also auch keine Autorität für das Erlassen von Gesetzen sein. Larken Rose meint, dass ich ein Recht, welches ich selber nicht besitze, nämlich meinen Nachbarn auszurauben, um meine Ziele zu verwirklichen, nicht an eine Gruppe delegieren kann. Will man das Prinzip der Gewaltlosigkeit hochhalten, muss der Staat andere Wege zur Finanzierung seiner vermeintlichen Aufgaben finden und dann löst sich der Staat als Zwangssystem in Luft auf und wird eine freiwillige Gemeinschaft.

Wenn wir dieses moralische Paradox endlich erkennen und auflösen, wird der Weg frei für eine gewaltfreie Gesellschaft. Dann hat die Aufforderung “Don’t steal, don’t kill” auch endlich Autorität, weil wir nicht nur davon reden, sondern auch danach zu leben versuchen. Was haben diese Kollektivsten bloss für eine schlechte Meinung über die Menschen. Sehen sie nicht, wie viel Solidarität, die immer freiwillig ist, vorhanden ist? Man braucht nur das Spendenaufkommen bei allen Hilfsorganisationen zu betrachten, um zu sehen, wie gross die Empathie für andere Menschen ist.

Wenn ich unsere libertäre Szene betrachte, bin ich zuversichtlich, dass das Jahr 2014 uns dem Ziel näher bringt, die Illusion Staat zu durchschauen und freiwillige Lösungen zur Bewältigung von Konflikten zu finden. Auch wenn wir nicht alle dieselbe Vorstellung zur Realisierung der persönlichen Freiheit haben, eint uns sicher der Gedanke, dass die Lösung nicht in mehr Staat, sondern weniger bis kein Staat liegt.

Ich danke allen meinen Mitstreitern für die vielen anregenden Begegnungen und freue mich auf 2014, dem ersten Jahr der kommenden Freiheit.

Von dannen

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