Es gibt die Meinung, ein “richtiger” Freidenker könne eigentlich nur “links” sein.

Als Nicht-Linker sehe ich es natürlich gerade andersherum. Ein Freidenker kann nur jemand sein, der möglichst frei von (linker) Ideologie ist und möglichst autonom argumentiert.

Einer meiner Lieblingssätze ist: Es gibt keine absolute Wahrheit ausser der, dass es keine solche gibt.

“No Dogma” sollte nach Möglichkeit das Mass aller Dinge sein, eben die wissenschaftliche Methode, die von vorläufigen Erkenntnissen ausgeht und sich bewusst ist, dass morgen wahrscheinlich zwar nicht andere Naturgesetze gelten, dass aber andere Schlüsse aus bekannten Tatsachen gezogen werden können.

“Jeder hat das Recht auf eigene Meinungen, aber nicht auf eigene Fakten”. Natürlich machen wir uns die Welt wie sie uns gefällt, aber es hilft schon gewaltig, wenn wir uns dessen bewusst sind und davon ausgehen, dass es alle tun.

Diese Meta-Ebene ist vielleicht der Schlüssel zur Lösung vieler (vor allem zwischenmenschlicher) Probleme: Sehen wie andere zu ihren Meinungen gekommen sind, die Geschichte des Menschen sehen, “In den Schuhen des Anderen gehen” wie die Indianer sagen.

Von dannen

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