Ich denke, dass wir Libertäre oder wie wir uns auch immer bezeichnen wollen am Ende des Tages die besseren Argumente haben, aber wir sind wohl einfach zu brav.

Da könnte man viel von Alice Schwarzer lernen, die es versteht, zu provozieren und so ständig in den Medien präsent ist. Obwohl ich eher ein Fan von Alice Cooper als von Alice Schwarzer bin, schätze ich einige ihrer Beiträge, so z.B. ihre Haltung zum Kopftuch, dass sie ganz klar als Symbol des politischen Islams erkennt.

Gestern habe ich mir in der ARD den 2-teiligen Film «Alice» über ihr Leben angeschaut. War gut gemacht und gab einen spannenden Einblick in ihr Leben. Vor allem wie sie es geschafft hat, die Zeitschrift «Emma» trotz aller Widrigkeiten aufzubauen, war beeindruckend. Weniger auf der Seite von Alice war ich bei den Konfrontationen mit Esther Vilar oder Verona Pooth.

In einer nachfolgenden Doku kamen auch kritische Stimmen zu Wort. Alice hat wie viele das Gefühl, sie spreche für alle (Frauen), aber die Wahrheit ist eben, dass es so viele Lebensentwürfe wie Menschen gibt. Hindernisse zur Entfaltung zu beseitigen ist ehrbar, aber dann muss man den Weg frei machen für die Freiheit jedes Einzelnen.

Herzliche Glückwünsche zum 80. Geburtstag! Bleibe streitbar.