(Konstantin Sakkas, Nzz.ch, 01.01.2023)

Das moderne Dasein ist so sehr Zwecken und Zielen untergeordnet, dass daraus leicht ein Zwangskorsett wird. Der allgemeinen Hektik liegt die Angst zugrunde, das Leben zu verpassen. Doch gerade dadurch werden wir zu Gefangenen unserer selbst.

Wieder geht ein Jahr zu Ende, und wieder bin ich nicht so viel weitergekommen, wie ich wollte. Wer kennt es nicht, dieses Gefühl? Bilanzen fallen meistens enttäuschend aus, denn das Bilanzieren bezieht sich auf genau terminierte starre Zeiträume, die wir dann mit konkretem, flüssigem Inhalt füllen wollen, und das klappt meistens nicht.

Es ist banal, für weniger Hektik zu plädieren. Aber möglicherweise können wir vom Tier lernen, das keine To-do-Listen kennt.

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