Störfall im System: Ulrike Guérot über Cancel Culture

Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ulrike Guérot war als Europaexpertin für verschiedene NGOs und Think Tanks tätig und hat eine Professur für Europapolitik an der Uni Bonn inne. Für ihr Buch „Warum Europa eine Republik werden muss!“ wurde sie 2016 vom Feuilleton gefeiert und erlangte größere Bekanntheit. Mit ihrem Bestseller „Wer schweigt, stimmt zu“ kritisierte sie 2021 die Coronapolitik und wurde einerseits zum Publikumsliebling und andererseits zum Hassobjekt vieler Medien. Ihr aktuelles Buch „Endspiel Europa“, eine Kritik an der deutschen Ukrainepolitik, hat diese Situation noch verschärft. In diesem Gespräch nimmt Ulrike Guérot eine Diskursanalyse im Zeitalter der Cancel Culture vor. Teil 2 wird im Januar veröffentlicht.

Ulrike Stockmann arbeitet als freie Autorin, vor allem für die Achse des Guten und die Jüdische Rundschau.

Ist Europa am Ende? – Interview mit Ulrike Guérot

Endspiel Europa: Warum ist das politische Projekt Europa gescheitert und wie können wir wieder davon träumen? Davon handelt das aktuelle Buch der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guerot, das sie zusammen mit dem Publizisten Hauke Ritz im Westend Verlag veröffentlicht hat. So ist das Essay auch betitelt, das inspirieren soll, sich eigenständige Gedanken zur Situation Europas zu machen. Auch im Hinblick darauf, ob es für Europa nicht grundsätzlich andere Möglichkeiten gibt, auf den Krieg in der Ukraine zu reagieren, anstatt sich „Hals über Kopf in amerikanische Hände zu werfen“. Es ließe sich, so die Autoren, der Krieg um die Ukraine „als Katalysator nehmen, um alles zu überdenken, was in den letzten Jahrzehnten an europäischer Entwicklung schiefgelaufen ist.“ Dieses Buch ist eine Bestandsaufnahme und ein Appell aufzuwachen, auch aus vielen Illusionen.

Unsere Autorin Sylvie-Sophie Schindler hatte Gelegenheit, den Essay vorab zu lesen und sprach Anfang Oktober mit der Autorin Ulrike Guérot. Wir heute den ersten Teil des Gesprächs, morgen zur selben Zeit den zweiten.

Im zweiten Teil des Gespräches wird Sylvie-Sophie Schindler die Frage der Propaganda noch einmal aufwerfen, die im Beispiel Ulrika Guérot bis in ihre persönliche Öffentlichkeitswirksamkeit hineinreicht.

Die Macht der Propaganda – Interview mit Ulrike Guérot – Teil 2

„Endspiel Europa – Warum das politische Projekt Europa gescheitert ist – und wie wir wieder davon träumen können.“ So heißt das aktuelle Buch der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, das sie zusammen mit dem Publizisten Hauke Ritz im Westend Verlag veröffentlicht hat. Es handelt sich um ein Essay zur Inspiration für eigene Gedanken zur europäischen Situation. Gibt es für Europa andere Möglichkeiten, auf den Krieg in der Ukraine zu reagieren? Es wäre möglich, Zitat „den Krieg um die Ukraine als Katalysator zu nehmen, um alles zu überdenken, was in den letzten Jahrzehnten an europäischer Entwicklung schiefgelaufen ist.“

Hören Sie jetzt den zweiten Teil des Gespräches, das unsere Autorin Sylvie-Sophie Schindler Anfang Oktober mit der Autorin Ulrike Guérot geführt hat und in dem es um Propaganda, Plagiatsvorwürfe und mehr geht.

“Wer schweigt, stimmt zu” – Ulrike Guérot | Im Gespräch

Ulrike Guérot gehört zu den hellsten weiblichen Köpfen in unserem Land. Sie ist eine Vorzeige-Intellektuelle, die sich trotz einer Bilderbuch-Karriere im System immer wieder erlaubt, dessen offizielle Narrative zu hinterfragen und zu kritisieren.

Ihr aktuelles Buch ist binnen weniger Wochen in der Corona-Zeit entstanden. Es trägt den Titel „Wer schweigt, stimmt zu“.

Ulrike Guérot stimmt nicht zu. Und vor allem schweigt sie nicht. Zudem gehört sie zu den wenigen mutigen Persönlichkeiten, die sich nicht diktieren lassen, wem sie ihre Gedanken ausbreitet.

Der Medienwissenschaftler Professor Michael Meyen befragt im apolut-Format „Im Gespräch“ Ulrike Guérot zu den Motiven ihres Buches. 90 Minuten, die es in sich haben!

Strack-Zimmermann und Ulrike Guérot zu Waffenlieferungen und Friedenslösungen

Markus Lanz vom 02.06.22

Hier kann man sehr schön sehen, wie die klassischen Medien funktionieren. Da wird Jemand mit einer andern Meinung eingeladen, in diesem Fall Ulrike Guérot, und plattgewalzt, indem man sie nicht ausreden lässt. Hinzu kommt, dass Lanz nicht mehr als Moderator auftritt, sondern als Partei. Eigentlich fast unerträglich zum Anschauen, aber trotzdem sehenswert als Beispiel dafür, wie die «Diskussionen» laufen. Anders gesagt: Wie kann es Frieden geben, wenn nicht mal ein paar erwachsene Leute es fertigbringen, zivilisiert zu diskutieren?