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200 Franken sind immer noch zuviel

Die SRG-Initiative «200 Franken sind immer noch zuviel» erinnert an die Bitte des Sklaven an seinen Halter, ihn doch weniger auszupeitschen. Die No-Billag-Initiative stellte seinerzeit die richtige Frage: «Wollt ihr die Zwangsgebühren für die SRG abschaffen». Leider litten am 4. März 2018 zu viele Leute am Stockholm-Syndrom und haben die Initiative abgelehnt. Sie waren davon überzeugt worden, dass die Schweiz auseinanderfallen würde, wenn die SRG nicht mehr zwangsfinanziert würde.

Ähnliches hört man heute.

Schon damals habe ich darauf hingewisen, dass die Abstimmungsfrage folgendermassen gestellt werden sollte, um die Demokratie noch etwas direkter zu machen:

Unterstützen Sie ein Staatsfernsehen?

( ) JA, nehmen Sie mich in die Liste der Beitragszahler auf.
( ) NEIN, ich will das nicht finanzieren, will also auf keine Liste.

Das wäre eine direkte Demokratie wie ich sie mir vorstelle. Wie sähe wohl das Ergebnis aus? Andererseits wäre das ja dasselbe Verfahren wie im freien Markt, wo jeder das bezahlt, was er konsumieren möchte. Irgendwie eigenartig, diese Demokratie.

Da wir also am 8. März nur über weniger Peitschenhiebe abstimmen können, bleibt uns nur das JA zur Initiative.

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