Nein, es braucht weniger Politik, weniger Einmischung ins gesellschaftliche Leben. Kürzlich wurde vom Forschungsinstitut für Schweizer Wirtschaftspolitik an der Universität Luzern (IWP) ein Subventionsreport veröffentlicht. Mittlerweile betragen die Subventionen des Bundes knapp 50 Mia. Franken pro Jahr und es werden in Zukunft noch höhere Summen erwartet.
Ich habe schon vor Jahren folgendes vorgeschlagen: Der Bundesrat tritt nach seiner Sitzung, die jeweils am Mittwoch stattfindet, vor die Medien und gibt folgendes Statement ab:
«Wir haben beschlossen, sämtliche Subventionen in der Schweiz innerhalb von 10 Jahren abzuschaffen. Zum Mitschreiben: Sämtliche ohne Ausnahme! Bitte stellt Euch darauf ein. Wir sind fest davon überzeugt, dass dies der beste Weg aus dem Subventionssumpf ist und in letzter Konsequenz die gerechteste Lösung für alle ist. Die Regierung hat nicht darüber zu bestimmen, wer und was subventioniert werden soll.»
Geld regiert die Welt!
Die Lösung zum Rückbau des Ausbeuterstaates wäre eigentlich ganz einfach und unpolitisch: Wenn die Mehrzahl der Firmen ihre eingesammelte Mehrwertsteuer nicht mehr dem Staat überweisen würde und die Mehrzahl der Bürger ihre Einkommens- und Vermögenswerte nicht mehr der Staatsgewalt «freiwillig» mitteilen würde, käme das System sehr schnell an seine Grenzen und es müssten neue Lösungen gefunden werden, einen Minimalstaat – sollte er denn gewünscht sein – zu finanzieren.
Leider sind wir damit beschäftigt, Kämpfe zwischen den linken und rechten Kollektivisten auszutragen und übersehen dabei, dass der Gegener nicht neben uns, sondern über uns angesiedelt ist. David Dürr hat dies kürzlich in einem Gepräch mit Daniel Model folgendermassen skizziert:
David: Der König ist nackt und es ist eigentlich etwas unangenehm, ihn anzuschauen. Er hat ein Alter, wo seine Nacktheit nicht mehr zum ästhetischen Empfinden beiträgt. Der König selbst, diese Person, das mag ja ein netter Kerl sein, nicht? Das Problem ist in der Regel die ganze Monopolorganisation. Die Hofschranzen sind das Problem, die natürlich alles daran setzen, dass der König existiert und die königliche Organisation. Auf ihrem Briefkopf steht dann immer die Krone oder das Schweizerische Wappen oder was auch immer. Die Politiker, unsere schönen Parlamentarier und weiss ich was, das sind Hofschranzen, die gehören nicht zum Volk, die gehören zum Hof dort in Bern. Alle vier Jahre tun sie so, als ob sie da irgendwie noch Beziehungen zum Fussvolk hätten und haben das vielleicht teilweise auch, aber im Prinzip ist das eine ziemlich fixierte, stabile Gruppe mit kleinen Personalwechseln alle vier Jahre, aber das ist der Hof und der schaut dafür, dass es dem Hof gut geht und dass der wichtig bleibt und grosse Budgets hat.
Daniel: Also was man sagen kann, wer hier noch Gehorsam ausübt, ist selber schuld, aber dieser Gewaltmonopolist hat eben schon unglaublich Macht. Er kann uns ins Gefängnis werfen.
Ungehorsam ist für jeden, der die Geschichte kennt, die eigentliche Tugend des Menschen. Durch Ungehorsam entstand der Fortschritt, durch Ungehorsam und Aufsässigkeit. (Oscar Wilde)
Immer wo ein Staat gedeiht, hat der Gehorsam ihm das Haus gebaut. (Sophokles)